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Spikereifen und bespikebare Reifen: Alle Infos auf den Punkt

Alles was Sie über Spikereifen und bespikebare Reifen wissen müssen! Finden Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen: Gesetzliche Regelungen, Nutzung, sowie Vorsichtsmaßnahmen bei der Montage dieses Reifentyps.
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Bild Credit © www.istockphoto.com

Für welche Nutzung sind Spikereifen gedacht?

Spikereifen gehören zu den nordischen Reifen und sind mit Metallstiften auf der Lauffläche ausgestattet. Diese Spikenägel sichern die Haftung des Reifens auf vereistem oder verschneitem Untergrund. Spikereifen sind für die Nutzung auf verschneiten und vereisten Straßen gedacht und zwar in Ländern, in denen besonders harte bis extreme Winterbedingungen herrschen oder auch in Berggebieten.

Achtung: Die Nutzung von Spikereifen ist in Deutschland verboten und nur auf wenigen Straßen nahe der österreichischen Grenze gestattet.

Reifen mit Spikes beschädigen den Straßenbelag und tragen durch das Verteilen von Partikeln des Teerbelages zur Luftverschmutzung bei. Außerdem sind Winterreifen mit Spikes laut und nutzen sich auf geteerten Straßen schnell ab. Auf nasser Fahrbahn verfügen sie zudem über sehr schlechten Grip.

In Deutschland sind Reifen mit Spikes verboten!

In den europäischen Ländern gelten unterschiedliche Vorschriften zur Nutzung von Spikereifen. In Deutschland sind Reifen mit Spikes nicht zulässig (§ 36 Abs.1 StVZO). Das sogenannte „Deutsche Eck“ bei Österreich bildet eine Ausnahme. Wird das Verbot missachtet droht ein Bußgeld und Autofahrern kann ggf. die Einreise verweigert werden.

Der Nutzung von bespikebaren Reifen ohne Spikes ist rechtlich nichts entgegenzusetzen. Es macht jedoch wenig Sinn, im Winter einen bespikebaren Reifen ohne seine Spikes zu nutzen. Ein herkömmlicher Winterreifen oder nordischer Reifen ist hier deutlich effizienter und bietet bessere Leistungen, da er für das Fahren ohne Spikes entwickelt wurde.

Spikereifen, bespikebarer Reifen: Was ist der Unterschied?

Im Gegensatz zu einem Spikereifen, der mit fest eingearbeiteten Spikes ausgestattet ist, verfügt der bespikebare Reifen über eine Lauffläche mit kleinen vorgeformten Einbuchtungen, in die Spikenägel einfügt werden können. Diese können allerdings auch wieder entfernt werden. Es sind zwischen 80 und 100 Spikenägel pro Reifen. In der Praxis wird dieser Reifentyp selten, nur von wenigen Nutzern, eingesetzt. Das Einfügen der Nägel - das sogenannte Bespiken - erfolgt mit einem speziellen Werkzeug. Sobald das Werkzeug entfernt wird, zieht sich das Reifengummi zusammen und hält den Nagel an seinem Platz. Bespikebare Reifen müssen nach der Bespikung eingefahren werden (ca. 100 km bei 50km/h), damit sichergestellt ist, dass das Schmiermittel auf der Lauffläche abgefahren wurde.

Die korrekte Verwendung eines Spikereifens

Wenn Sie Spikereifen also für die Nutzung außerhalb von Deutschland aufziehen, sollten Sie wissen, dass neue Spikereifen mit einem Einfahrindikator ausgestattet sind, die verschwinden, sobald die Reifen ausreichend eingefahren sind. Während dieser Einfahrphase von ungefähr 500 Kilometern sollten Sie mit gemäßigter Geschwindigkeit fahren, ohne abruptes Beschleunigen oder Bremsen.

Um eine gleichmäßige Abnutzung aller 4 Reifen zu erreichen, sollten Spikereifen regelmäßig durchgetauscht werden, sprich immer zu Saisonbeginn oder aber alle 8000 Kilometer. Sie können die Vorder- und Hinterreifen auf derselben Seite austauschen oder aber, wenn straßenbedingter Verschleiß auftritt, die Räder von einer Seite zur anderen wechseln, um die Abnutzung auszugleichen. Keinesfalls darf jedoch die Montagerichtung des Reifens beim Reifenwechsel geändert werden.

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