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eSport-Autorennen: Virtueller Motorsport im Fokus der Reifenmarken

Selbst wenn die Reifenhersteller bereits seit geraumer Zeit durch solide Partnerschaften mit dem Motorsport verbunden sind, bahnt sich eine neue virtuelle Motorsportvariante ihren Weg. Mit der Professionalisierung der Videospiele und der Absage vieler Sportveranstaltungen in diesem Jahr halten immer mehr Marken im eSport auf virtuellen Rennstrecken Einzug.

Reifenmarken treten im Motorsport auch auf virtuellen Rennstrecken an

Reifenmarken treten im Motorsport auch auf virtuellen Rennstrecken an. © AdobeStock / Sergey Ryzhov

eSport-Wettbewerbe erfreuen sich wachsender Beliebtheit

24-Stunden-Rennen von Le Mans, Formel 1, Formel E, NASCAR, MotoGP, WTCR, DTM … Die Organisation dieser international bekannten Motorsportrennen, von denen einige seit fast einem Jahrhundert ausgetragen werden, wurde aufgrund des diesjährigen Gesundheitsnotstands vollkommen durcheinandergebracht. Einige Rennen fanden dennoch statt. Zwar auf virtuellen Rennstrecken, aber mit durchaus realen Herausforderungen. Mit den Lockdown-Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie hat die Zahl der eSport-Autorennen ebenso stark zugenommen wie das Engagement der Reifenhersteller im virtuellen Spielbetrieb. Michelin, Goodyear, Hankook und Pirelli: Entdecken Sie die Marken, die auf virtuellen Motorsport setzen.

24-Stunden-Rennen von Le Mans auf der virtuellen Rennstrecke mit Michelin

© Michelin

Michelin in Videospielen und im eSport

Videospiele sind inzwischen atemberaubend realistisch. Ob aus grafischer oder technischer Sicht, Rennsportsimulationen sind heutzutage so wirklichkeitstreu, dass Michelin offizieller Reifenlieferant in dem Videospiel Gran Turismo geworden ist.

Angesichts der weltweiten Gesundheitskrise hat der französische Hersteller seine Zusammenarbeit im Rahmen bereits bestehender Partnerschaften weiter ausgebaut. Das ursprünglich für den 13. und 14. Juni auf dem Circuit de la Sarthe vorgesehene 24-Stunden-Rennen von Le Mans wurde auf September verlegt. Aber es stand außer Frage, noch länger auf das legendäre Langstreckenrennen zu warten, welches zum ersten Mal in seiner Geschichte virtuell ausgetragen wurde. Michelin war mit seinen Pilot-Sport-Reifen und einer echten, von den 50 anwesenden Teams entwickelten Strategie dabei. Insgesamt brachte die Simulation 200 Piloten und Simracer zusammen, darunter bekannte Profi-Rennfahrer wie Pierre Gasly (F1 – Toro Rosso), Charles Leclerc (F1 – Ferrari) und Fernando Alonso, der das Rennen aufgrund von Treibstoffmangel aufgeben musste.

„Der eSport ist keine Fiktion und auch kein Spiel mehr, er ist zu einer Realität geworden.“, erklärte der Spanier, doppelter Formel-1-Weltmeister und Besitzer eines professionellen eSport-Teams vor dem Rennen. „Eine kompetitive Plattform, die nicht nur für Spieler, sondern auch für professionelle Rennfahrer funktioniert. Wir setzten schon seit mehreren Jahren Simulatoren ein, um uns mit den Rennstrecken vertraut zu machen und die Fahrzeuge weiterzuentwickeln. Mittlerweile haben wir sogar eine fantastische Fanbase außerhalb des automobilen Rennsports. Und den Fans gefällt, was wir tun, aber sie machen es anders“.

In der LMP-Klasse setzte sich das Team Rebellion Williams eSport durch, während Porsche das Rennen in der GTE-Kategorie für sich entscheiden konnte.

Aber Michelin war nicht nur in diesem Rennen präsent. Der französische Reifenhersteller zeigte sich auch bei der virtuellen Version der Formel E – dem Race At Home Challenge – und bei der MotoGP-Meisterschaft, in der die besten Fahrer der Welt live und virtuell gegeneinander antreten konnten.

Goodyear in Videospielen und im eSport

Auch Goodyear hat sich seinen Platz beim virtuellen 24-Stunden-Rennen von Le Mans geschaffen. Selbst wenn keiner der Sportwagen im Rennen mit den Reifen des amerikanischen Herstellers ausgestattet war, war Goodyear dank seiner Marketingvereinbarung mit dem ACO (Automobile Club de l’Ouest) anwesend. Während der Veranstaltung war unter anderem eine Reproduktion des berühmten Goodyear-Luftschiffs in den Farben der Marke zu sehen. Beim Le‑Mans‑Prototyp‑2‑Rennen im September wird der Reifenhersteller dann auch wieder in der realen Welt präsent sein.

Das Goodyear-Luftschiff beim virtuellen Rennen in Le Mans

© Eurosport

Der Reifenproduzent aus Akron, Ohio, beliefert ausschließlich den World Touring Car Cup. Auch hier mussten die Daten der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verlegt werden. Der Veranstalter hat jedoch den Anlass zum Umstieg auf eine virtuelle Rennstrecke genutzt. Eine ausgezeichnete Gelegenheit für Goodyear, seine Reifen Eagle F1 SuperSport zum ersten Mal in einem Rennen zu testen.

Ben Crawley, Direktor für Motorsport bei Goodyear, ist der Meinung, dass selbst eine virtuelle Präsenz für alle Beteiligten vorteilhaft sein kann: „Der eSport hat während der Quarantäne geboomt. Selbst wenn das Rennen demnächst wieder im wirklichen Leben ausgetragen wird, erwarten wir, dass sich dieser Trend für den eSport bestätigen wird. Ganz einfach, weil er die Fans wirklich mit ihren Rennchampions verbindet. Langfristig werden wir nach Wegen suchen, um Entscheidungstools zur Reifenauswahl und Boxenstopp-Strategien in den eSport zu integrieren, indem wir den Programmierern helfen, die tatsächlichen Leistungen der Rennreifen von Goodyear mit höchster Präzision zu reproduzieren. Und kurzfristig ist der eSport für uns eine Gelegenheit, mit den Fans auf Tuchfühlung zu gehen und unsere berühmte Marke in den ständig wachsenden Sektor des virtuellen Rennsports einzuführen“.

Eine echte Strategie also, auf die Goodyear setzt. Die Reifenmarke war auch bei der eNASCAR Heat Pro League und beim European Truck Racing Championship Digital Racing Challenge dabei.

Goodyear ist beim virtuellen WTCR-Rennen dabei

© Goodyear

Pirelli in Videospielen und im eSport

Pirelli, exklusiver Lieferant der Formel 1, durfte natürlich auch in der Videospielversion der weltgrößten Motorsport-Meisterschaft nicht fehlen. Mehr als 30 Millionen Zuschauer haben die 8 Rennen der virtuellen Formel-1-Meisterschaft F1 eSport Series online oder im Fernsehen mitverfolgt. Die Veranstaltung, die F1-Stars mit anderen Prominenten wie den Fussballern Sergio Agüero, Pierre-Emerick Aubameyang, Thibaut Courtois oder dem Sänger Luis Fonsi zusammenbrachte, war für den italienischen Hersteller, der von Anfang bis Ende dabei war, ein echter Erfolg.

Pirelli ist ebenfalls Hauptsponsor der amerikanischen Tourenwagen-Meisterschaft Trans AM. Auch diese Veranstaltung musste abgesagt werden, wurde aber virtuell in Anwesenheit professioneller Piloten fortgesetzt.

Trans AM by Pirelli eSports: Autorennen im Motorsport-Simulator

© Trans AM

Hankook in Videospielen und im eSport

Die Verschiebung der DTM um einige Monate führte die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft in die digitale Welt: 20 Piloten und Simracer traten mit historischen Fahrzeugen aus der Rennsportsaison 1992, 2013, 2014 und 2016 an den Start. Hankook, langjähriger Partner des Wettbewerbs, hat die Gelegenheit genutzt, um sich dem Publikum zu zeigen: „Für uns war es eine Selbstverständlichkeit, unsere gemeinsame und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der DTM Esports Classic Challenge voranzutreiben und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen“, erklärte Hankook Motorsport Director Europe Manfred Sandbichler. „Aufgrund unserer Position als Reifenlieferant der DTM bringen wir auch das nötige Know-how aus der realen Welt in dieses virtuelle Format ein: Motorsport und die Freude am plattformunabhängigen Rennsport”.

Hankook steigt mit virtuellen Autorennen in die Welt des eSports ein

© Hankook

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