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Zusatzkennung für Original Reifen: Was der Hersteller-Code bedeutet

Auf den Reifen finden sich zahlreiche Markierungen. Darunter fällt auch die Herstellerkennung oder Originalausstattungs-Kennzeichnung. Diese Kodierung gibt einen Hinweis auf die Homologation des Reifens durch einen Fahrzeughersteller. Wozu dient diese Kennzeichnung genau? Welche Automobilhersteller nutzen die Zusatzkennung?
Zulassung-für-BMW-Fahrzeuge

Bild Credit © BMW

Was sind herstellerspezifische Reifen?

Der Trend zur Individualisierung und Optimierung macht auch bei Reifen nicht halt. Mehr und mehr Reifenmarken, vor allem aus dem Premiumsegment, setzen auf sogenannte OE-Reifen. OE steht für Original Equipment. Es handelt sich um Reifen, die von Fahrzeugherstellern als Erstausrüstung ihrere Fahrzeuge ab Werk montiert werden. Als Markierung sind verschiedene Abkürzungen oder auch Symbole üblich.

Was die Zusatzkennzeichnung am Reifen bedeutet?

Reifenfreigaben oder Reifenzulassungen, die durch Automobilhersteller erfolgen, geben Auskunft darüber, dass der jeweilige Reifen auf ein Fahrzeugmodell und dessen Fahrwerk abgestimmt ist. Zugelassene Reifen werden von den Reifenherstellern in Zusammenarbeit mit den Fahrzeugherstellern entwickelt, um die technischen Anforderungen eines bestimmten Fahrzeugmodells zu erfüllen und dessen Leistung zu optimieren. Diese Art der Sonderkennzeichnung betrifft häufig Reifen, die für Fahrzeuge im Premiumsegment vorgesehen sind.

Allgemein unterscheidet man drei Arten von Reifenzulassungen:

  • Standard: Der Reifen hat keine herstellerspezifische Kennzeichnung. Es handelt sich um einen „normalen“ Serienreifen oder Standardreifen. Diese Ersatzmarktreifen ohne entsprechende Zusatzkennung sind idealerweise für möglichst viele Fahrzeuge geeignet.
  • OE-Bereifung: Der Autohersteller empfiehlt eine Reifenmarke, ein Produkt oder ein Reifenprofil für seine Modelle oder ein bestimmtes Fahrzeugmodell. Die Reifen sind für den Autohersteller speziell entwickelt worden. Sie sind ab Werk und auf dem Reifenersatzmarkt erhältlich und tragen auf der Reifenflanke eine Sonder- oder Zusatzmarkierung, meist eine Abkürzung oder ein Symbol.
  • "Reifenbindung": Einige Premiumautohersteller, vor allem im Sportsegment machen die Qualitätsgarantien ihrer Fahrzeuge von der Reifenwahl abhängig. Wichtig jedoch: die Zusatzkennzeichnung hat rechtlich keine Wirkung und entspricht keiner Reifenfabrikatsbindung. Die Reifenbindung gibt es in Deutschland für Pkws nicht mehr! Eine Ausnahme können aber beispielsweise Geländefahrzeuge mit Allradantrieb bilden, wenn diese achsweise mit Mischbereifung ausgestattet sind. Beim Radwechsel kann es dann zu technischen Problemen kommen, wenn andere Fabrikate als freigegeben verwendet werden.

Wie unterscheide ich herstellerspezifische Codes?

Das die Ersatzreifen gemäß den Standards für Originalausstattung hergestellt wurden, wird in die Seitenwand des Reifens eine Originalausstattungs-Kennzeichnung gestanzt, die angibt, für welchen Fahrzeughersteller er entwickelt wurde.

Hier sehen Sie eine Liste einiger OE-Abkürzungen, Sonder- oder Zusatzkennzeichen der Automobilhersteller:

Audi

AOE, RO1, AO1, AUDI, RO2, AO2, RO3, AO  

Alfa Romeo

AR, ARR

Aston Martin

AMX, AMR, AML, AM2, AM6, AM4, AMP, AMS, A6A, AM5, AM9, AM8, AMV 

Bentley

B, BC, BL, BL1, B1

BMW

BMW, M3, *

Chrysler

C1

Ferrari

K2, K3, K1, F01, F, F03, F02

Ford

FO2, FO1, FO

Jaguar

J, JRS

Lamborghini

L

Land Rover

LR, LR1, LRO, LRO1

Lancia

LZ

McLaren

MC, MC1

Mercedes

MOE, MO-V, MO, MO1 

Maserati

MGT

Opel

OP, OP1

Peugeot Citroën

SI

Porsche

NA0, N0, N1, N2, N3, N4, N5, N6

Renault

RE

Toyota

A

Volkswagen

VO

Reifen mit Zusatzkennung – was nun?

Aus rechtlicher Sicht sind Sie nicht verpflichtet, Ihr Fahrzeug mit OE-markierten Reifen nachzurüsten. Sie können jeden Reifen montieren, sofern er den gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich Größe, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsindex und Saison entspricht.

Mehr Informationen zur Reifenkennzeichnung von Größe, Tragfähigkeit- und Geschwindigkeitsindex

Auch bei der Überprüfung durch den TÜV haben Sie keine Beanstandung zu befürchten, da die Empfehlungen der Autohersteller keine gesetzliche Bindung hat.

Um das optimale Fahrverhalten Ihres Fahrzeugs zu gewährleisten, sind eventuelle Mehrkosten durch herstellerspezifische Reifen jedoch gut investiert. In einigen Fällen, insbesondere bei ultrasportlichen Fahrzeugen, kann der Austausch eines zugelassenen Reifens durch einen Standardreifen zu Leistungseinbußen führen.

Andersherum kann ein herstellergekennzeichneter Reifen unter Umständen auch auf andere Fahrzeuge montiert werden. Die Charakteristik dieser Reifen kann sich jedoch vom modellgleichen Standardreifen unterscheiden, denn herstellermarkierte Reifen sind perfekt auf das jeweilige Fahrzeug abgestimmt. Achten Sie beim Reifenkauf also auf die Sonder- und Zusatzkennzeichnungen. 

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