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Die Reifensuche leicht gemacht

Reifenprofil messen: So schnell & einfach geht’s!

Sie fragen sich, ob Ihre Reifen noch in einem gutem Zustand sind? Lernen Sie hier, wie Sie den Grad der Abnutzung Ihrer Reifen messen können. Es ist einfach und ziemlich wichtig, da die Nutzung eines abgefahrenen Reifens nicht nur Ihre Sicherheit gefährdet, sondern auch mit einem Bußgeld bestraft werden kann.
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Abgefahrene Reifen: Was sind die Risiken?

Oft wird vergessen, dass der Reifen den einzigen Kontakt zwischen Auto und Straße darstellt... Die Qualität des Reifengummis und die Profiltiefe sind also sehr wichtig und allein dafür verantwortlich, welche Bodenhaftung das Fahrzeug hat.

Wer mit abgenutzten Reifen fährt, riskiert eine Panne oder Aquaplaning. Je glatter zum Beispiel ein Sommerreifen ist, umso schlechter werden seine Leistungen, vor allem bei Nässe. Auf den Punkt gebracht: Mit abgenutzten Reifen riskieren Sie es, die Kontrolle über Ihr Fahrzeug zu verlieren.

Der Gesetzgeber (EU-Verordnung) legt die Mindestprofiltiefe eines Reifens auf 1,6 mm fest. Jedoch lässt die Leistungsfähigkeit eines Reifens bei Nässe bereits früher nach. Manche Reifen verfügen daher über eine Verschleißanzeige, anhand derer man den progressiven Verschleißzustand und damit die nachlassende Leistungsfähigkeit erkennen kann. Außerdem darf der Unterschied des Verschleißgrades zwischen 2 Reifen auf derselben Achse nicht größer als 5 mm sein.

Achtung: Wird die gesetzlich vorgegebene Mindestprofiltiefe unterschritten, riskiert man als Fahrer ein Bußgeld von 50€ und 1 Punkt in Flensburg, als Halter eine Strafe von 75€ und einen Punkt. Wenn Sie beim TÜV mit Reifen vorstellig werden, die nicht über die Mindestprofiltiefe verfügen, wird auf jeden Fall eine Nachuntersuchung fällig.

Übrigens gibt es in manchen Ländern für den Verschleiß von Winterreifen noch strengere Regelungen. Vorsicht: Wenn Sie z.B. zwischen dem 1.11. - und dem 15.4. nach Österreich reisen - Hier herrscht Winterreifenpflicht und die Mindestprofiltiefe beträgt 4mm.

Wie kann man die Profiltiefe von Reifen messen?

Zunächst parken Sie Ihr Fahrzeug auf einer ebenen Fläche und drehen die Räder auf 45 Grad nach rechts oder links, um leichter Zugriff auf die Vorderreifen zu bekommen. Es gibt 3 Möglichkeiten, den Reifenverschleiß an den einzelnen Reifen zu messen:

Abnutzung anhand der Verschleißgrenze ablesen

Alle Reifen sind mit einem Verschleißindikator ausgestattet: Es handelt sich dabei um ein kleines Gummistück von 1,6mm, das am Grund der Hauptrillen des Reifenprofils eingebettet ist. Wenn die Dicke des Reifens auf der Höhe dieses Indikators ankommt, bedeutet dies, dass die gesetzliche Mindestprofiltiefe erreicht ist und der Reifen ersetzt werden muss. Ein kurzer Blick genügt, um dies zu überprüfen. Es ist besser, Sie sehen es, bevor es ein Polizist entdeckt!

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Bild-Credit - © rezulteo

Damit Sie die Position der Verschleißanzeige leichter finden können, gibt es an dieser Stelle eine kleine Markierung auf der Reifenflanke. Entweder es steht an dieser Stelle die Markierung TWI (Tread Wear Indicator = Verschleißindikator), das Markenlogo oder ein Dreieck.

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Bild Credit © : Michelin

Manche Reifenhersteller, z.B. Continental, statten ihre Reifen zusätzlich mit einem "Zwischen-Verschleißindikator" aus: Verschwindet dieser, bedeutet dies, dass der Reifen nicht mehr über die optimale Leistungsfähigkeit auf nasser Fahrbahn verfügt. Verschleißanzeigen, die auf Winterreifen angebracht sind, können auch auf einer Tiefe von 4mm eingebettet sein.

Andere Reifenhersteller, wie zum Beispiel Nokian, benutzen Verschleißanzeiger mit Zahlen: Auf den Reifen werden Zahlen mit der jeweiligen Profiltiefe eingraviert. Mit zunehmendem Verschleiß verschwinden dann diese Zahlen.

Tiefenmessgerät

Das Tiefenmessgerät für Reifenprofile ist in allen Autozentren für wenig Geld erhältlich. Schaffen Sie sich ein solches Gerät an, Sie können damit ganz exakt und vorschriftsmäßig die aktuelle Profiltiefe Ihrer Reifen an verschiedenen Stellen messen.

Es ist tatsächlich so, dass sich Reifen unterschiedlich abnutzen können und die visuelle Verschleißanzeige kann die Genauigkeit eines Tiefenmessgerätes nicht ersetzen...

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Bild Credit - © DR

 

Die Geldmünze

Wenn Sie noch kein Tiefenmessgerät besitzen, können Sie eine erste ungefähre Messung auch mit einem Geldstück vornehmen, das Sie bis auf den Rillengrund einschieben:

  • Sommerreifen werden mit einem 1€-Stück gemessen: Wenn die am Rand des Euros eingravierten Sterne sichtbar sind, müssen Sie den Reifen austauschen.
  • Winterreifen werden mit einem 2€-Stück gemessen: Wenn der silberfarbene Außenrand der Münze aus der Rille herausragt, ist dieser Reifen abgenutzt und muss ersetzt werden.

Diese Methode ist jedoch nicht so genau wie die Messung mit einem Tiefenmessgerät.

Rezulteo rät:

Um die Lebensdauer Ihrer Reifen zu verlängern, sollten Sie diese mindestens einmal im Jahr durchwechseln oder aber alle 10000 bis 12000 km. So wird eine gleichmäßige Abnutzung gewährleistet. Bei einem Fahrzeug mit Frontantrieb nutzen sich die Vorderreifen logischerweise schneller ab, als die Hinterreifen. Achtung: Beim Durchwechseln von Reifen müssen strenge Regeln eingehalten werden. Diese hängen vom Fahrzeugtyp (Frontantrieb, Heckantrieb, Allrad) und Reifentyp (symmetrisch oder asymmetrisch) ab.

Mehr Informationen zu den Regeln beim Durchtauschen von Reifen

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