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EU-Reifenlabel: Rollwiderstand, Nasshaftung und externes Rollgeräusch sind Leistungskriterien für eine gute Wahl

Was besagt das EU Reifenlabel? Nach den Bestimmungen der EU-Verordnung über die Kennzeichnung von Reifen müssen diese mit den Informationen des Reifenlabels versehen sein. Mit dem Reifenlabel erhalten Sie als Verbraucher Auskunft über einige grundlegende Leistungseigenschaften des Reifens und können auf diese Weise beim Reifenkauf einfacher vergleichen. Was man über das EU Reifenlabel wissen sollte erfahren Sie hier!
Reifenlabel - Kriterien für die Reifenwahl

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Das EU-Reifenlabel

Rollwiderstand, Nasshaftung und Abrollgeräusche: Das sind die drei Beurteilungskriterien, die beim europäischen Reifenlabel bewertet werden. Das Reifenlabel gilt aktuell für alle Pkw-Reifen, die in der Europäischen Union verkauft werden.

Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch

Das erste Kriterium auf dem Reifenlabel ist der Rollwiderstand. Je höher dieser ist, desto mehr Energie verbraucht der Reifen beim Fahren. Wenn Sie Kraftstoff sparen möchten, sollten Sie also darauf achten, Reifen mit einem möglichst geringem Rollwiderstand zu verwenden.

Das EU-Reifenlabel gibt den Rollwiderstand zwischen A und G an. A ist der geringste Rollwiderstand und G der höchste. Der Unterschied im Kraftstoffverbrauch zwischen Reifen der Klasse A und Reifen der Klasse G ist nicht zu vernachlässigen: Ein mit A ausgezeichneter Reifen spart im Durchschnitt 0,5 l/100 km, also 80 l Kraftstoff bzw. durchschnittlich 185 € pro Jahr bei einer Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr.

Auch die CO2-Emissionen sind mit einem Reifen der Klasse A wesentlich geringer: Der CO2-Ausstoß beträgt 12 g/km weniger als mit einem Reifen der Klasse G, also 0,18 t CO2 weniger pro Jahr (auf der Grundlage der gleichen jährlichen Laufleistung).

Selbstverständlich sind dies Durchschnittswerte und die Ergebnisse können je nach Fahrzeugtyp, Fahrstil und klimatischen Bedingungen variieren.

Nasshaftung

Die Nasshaftung ist für Ihre Sicherheit von grundlegender Bedeutung und wird beim EU-Reifenlabel mit Buchstaben von A bis F bewertet. A ist die beste Benotung und F die schlechteste.

Wieder ist der Unterschied zwischen der besten und der schlechtesten Note erheblich: Mit einem Reifen der Klasse A ist Ihr Bremsweg auf nasser Straße bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h ungefähr 18 m kürzer als mit einem Reifen der Klasse F. 18 Meter – das entspricht rund 4 Fahrzeuglängen…

Externes Abrollgeräusch

Das Reifenlabel bewertet das externe Abrollgeräusch aus Gründen des Umweltschutzes. Es handelt sich um das Geräusch, das Passanten und Anwohner wahrnehmen können und nicht die Geräuschentwicklung im Fahrzeuginnenraum.

Das Abrollgeräusch wird in Dezibel (dB) gemessen und in drei Geräuschklassen eingeteilt, die durch das Schallwellen-Symbol dargestellt werden. Bei Reifen mit der geringsten Geräuschentwicklung ist auf dem Reifenlabel nur eine einzige Schallwelle symbolisiert.

Vergeichen wir zwei Reifen gleicher Größe mit gleicher Geschwindigkeit, so ist der Reifen mit einer symbolisierten Schallwelle halb so laut wie der Reifen mit zwei Wellen und sogar viermal leiser als ein Reifen mit drei Wellen auf dem Reifenlabel.

eu-reifenlabel

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Warum werden Winterreifen weniger gut bewertet als Sommerreifen?

Beim Betrachten der Reifenlabel haben Sie vielleicht schon einmal bemerkt, dass Winterreifen weniger gut abschneiden als Sommerreifen. Das ist normal und liegt am Bewertungssystem, das in erster Linie Leistungskriterien berücksichtigt, die für Sommerreifen wichtiger sind als für Winterreifen.

Winterreifen sind so konziepiert, dass sie bei winterlichen Straßenverhältnissen optimale Sicherheit bieten, also bei niedrigen Temperaturen (meist unter 7 °C) auf kalter, rutschiger, verschneiter oder vereister Fahrbahn. Die Nasshaftung allein ist bei Winterreifen daher nicht das ausschlaggebende Kriterium.

Darüber hinaus sind Winterreifen mit ihrem tiefen Profil, das auf Schnee und Eis bessere Traktion bietet, oft lauter als Sommerreifen.

3 weitere wichtige Kriterien, die Sie beim Reifenkauf beachten sollten

Nun kenne Sie die Grundlagen zum EU-Reifenlabel, das Ihnen eine erste gute Orientierung beim Vergleich von Reifen bietet. Aber das Reifenlabel hat seine Grenzen. Es enthält wie bereits gesehen nur drei Vergleichskriterien, während die meisten Tests, die von Prüforganisationen veröffentlicht werden, bis zu 15 verschiedene Testkriterien umfassen.

Um die Leistung eines Reifens zu beurteilen (Sicherheit, Wirtschaftlichkeit oder Komfort) sollten viele andere Faktoren berücksichtigt werden.

Die drei wichtigsten sind:

1.   Die Lebensdauer des Reifens

Ein Reifen, der nur langsam und gleichmäßig verschleißt, kann eine bis zu einem Jahr längere Lebensdauer haben! Denken Sie beim Reifenkauf daran, die Langlebigkeit zu berücksichtigen, denn sie hat einen erheblichen Einfluss auf die tatsächlichen Kosten Ihrer Reifen.

Es gibt keinen genauen Indikator, der die Lebensdauer eines Reifens angibt. Sie hängt von mehreren Faktoren ab und ist daher schwer zu bemessen:

  • Fahrverhalten
  • Straßenoberfläche
  • Qualität und Wartung der Reifen
  • Reifenstruktur (Gummi, Karkasse, etc.)
  • Witterungsbedingungen

In den Detailinformationen zu jedem Reifen können Sie auf rezulteo Bewertungen der Langlebigkeit einsehen. Die Werte beruhen auf den Ergebnissen offizieller Reifentests.

2. Bremseigenschaften auf trockener Fahrbahn

In Bezug auf die Sicherheit wird auf dem Reifenlabel lediglich die Nasshaftung angegeben. Dies ist aber sicherlich nicht der einzige zu berücksichtigende Aspekt. Im Gegenteil: Laut Institut für Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden (VUFO) ereignen sich 70 % der Unfälle auf trockener Straße. Vergessen Sie daher nicht, vor der Wahl neuer Reifens, die Bremswirkung auf trockener Straße zu vergleichen. Auch hier helfen Ihnen die Testerbegebnisse von ADAC, AutoBild und Co.

3. Die Kurvenhaftung

Die Universität Dresden hat ermittelt, dass sich ein Viertel der Unfälle in einer Kurve ereignet. Daher ist die Kurvenhaftung ebenfalls ein wichtiges Leistungskriterium, das vor dem Reifenkauf berücksichtigt werden sollte.

Auf der Website rezulteo fassen wir Testergebnisse unabhängiger Organisationen zusammen und stellen Ihnen diese in Form einer Bewertungsskala zur Verfügung. Sie ist Teil des rezulteo Score.

Die Bewertung von rezulteo ist auf einen Blick zu erfassen, berücksichtigt 9 Leistungskriterien für Sommerreifen und 13 für Winterreifen, wie z. B. Aquaplaning-Resistenz, Fahrbahnhaftung auf trockenem und nassem Untergrund, Stabilität, Ausgleich von Straßenunebenheiten uvm.

Unsere Reifensuchmaschine hilft Ihnen bei der Reifenwahl

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