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Reine Leistung auf der Rennstrecke: Enorme Unterschiede

Abgesehen von den unterschiedlichen Zahlen, stellten sich bei den Tests auf der Rennstrecke auch unerwartete Unterschiede im Fahrgefühl und der reinem Fahrleistung der Reifen heraus. Die gemessenen und beobachteten Resultate sind manchmal sehr aufschlussreich.

Reifentests am Steuer eines Fahrzeuges bringen mehr Ergebnisse - Bild-Credit © : rezulteo

Schauen wir uns das nun genauer an. Diese Art Reifen ist in erster Linie dafür konzipiert, dass sie höchstmögliche Effizienz bei sportlicher Fahrweise bietet. Die Testfahrten auf der Rennstrecke von  Magny-Cours hatten daher das Ziel, eine präzise Hierarchie zwischen den einzelnen Reifen herauszufinden. Und auch hier kam es wieder zu erstaunlichen Ergebnissen: Die Leistungsunterschiede sind  nicht nur zu spüren,  auch die Unterschiede bei den gemessenen Zeiten sind schlicht enorm. Bis zu mehr als zwei Sekunden Unterschied zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Reifen. Die Namen, die auf dieser Liste ganz oben erscheinen, sind jedoch nicht unsere guten alten Bekannten. Nein, hier kam der Yokohama als schnellster ins Ziel und hängte den Pirelli mit über zwei Sekunden Vorsprung ab, der damit der langsamste aller Reifen war. Continental wurde Vorletzter, hinter Nexen.

Bild-Credit © : rezulteo

Mehr noch als von den gemessenen Ergebnissen, waren die Fahrer von den Unterschieden beim Fahrgefühl überrascht. Je nach aufgezogenem Reifen reagierte der Focus ST völlig unterschiedlich. Mit dem Yokohama gleicht der Focus ST einem Skalpell, das alle Kurven mit einer überraschenden Leichtigkeit nimmt. Mit den chinesischen Nexen ist der Focus hingegen sehr schwierig zu fahren. Obwohl er noch nicht einmal der langsamste Reifen ist, hat der Fahrer mit ihm die meisten Schwierigkeiten: Keinerlei Präzision bei der Einfahrt in die Kurven, plötzliches Ausbrechen…. bei starkem Bremsen bringt er selbst das ABS-System durcheinander. Mit diesem Reifen ist eine saubere Fahrweise unmöglich, auch wenn Gleitsportliebhaber sicher ihre Freude an ihm hätten. Der Continental vermittelt zwar mehr Sicherheit, aber das Fahrvergnügen wird trotz korrektem Grip geschmälert, da das Fahrzeug mit diesem Reifen eher untersteuert. Der Vredestein fährt eine sehr schnelle Zeit und auch das Fahrgefühl ist sehr angenehm, mit der einzigen Ausnahme, dass er beim Erreichen seiner Spitzengeschwindigkeit  ziemlich brutal ausbricht. Der Michelin zeigt sich sehr homogen, sportlich, richtungstreu und präzise. Dasselbe gilt für den Goodyear, der sich gerne sehr sportlich fahren lässt und in seinem Fahrverhalten sehr progressiv bleibt.

Bild-Credit © : rezulteo

Der Bridgestone reagiert gut auf die Lenkbefehle des Fahrers und verfügt über ein bemerkenswertes Fahrverhalten beim Einfahren in die Kurve, kommt aber zu rasch an seine Grenzen und bringt den Focus ST schnell in einen Untersteuerungszustand. Der Toyo zeigt ein angemessen progressives Fahrverhalten, nur fehlt es ihm absolut an Charakter. Pirelli erzielte die mit Abstand schlechteste Leistung beim Zeitfahren und bietet, auf unserem Focus ST gefahren, ein enttäuschendes Fahr-Feeling. Immer wieder ändert er sein Fahrverhalten, bricht sehr oft aus und zeigt sich selbst in schnellen Kurven launisch. Schlussendlich ist der Yokohama der eindeutige Sieger und zwar sowohl beim Zeitfahren als auch beim subjektiven Fahrgefühl des Fahrers.

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Nach den subjektiven Tests welche 3 Kriterien bewerte sollen (Präzision, Ausgewogenheit, Grip-Grenzbereich) schildern unsere 3 Probefahrer ihre Eindrücke über die jeweiligen Kriterien.
Julien Taillandier, Journalist im Bereich Automobil und Reifen, teilt uns seine Eindrücke über die Präzision der Reifen mit.

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