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ADAC Sommerreifentest 2018: Qualitätsunterschiede verschwimmen

Beim aktuellen Sommerreifentest hat der ADAC insgesamt 30 Reifen in zwei unterschiedlichen Größen auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis ist überraschend und die Empfehlung eindeutig: ein Blick auf die Zweitmarken der großen Reifenhersteller lohnt sich.

ADAC Sommerreifentest 2018

Sommerreifentest 2018 des ADAC: Vergleich von Reifenperformance lohnt sich. Nicht nur Premiummarken können überzeugen. © ADAC 2018

Testkriterien für die richtige Kaufentscheidung

Der ADAC hat die Testergebnisse seines großen Sommerreifenvergleichs veröffentlicht. Die Tester des deutschen Automobilclubs zogen 14 Produkte für die Kleinwagendimension und 16 Produkte für die untere Mittelklasse zum Vergleich heran. Jeder Reifen wurde in sechs verschiedenen Testkategorien unter die Lupe genommen. Getestet wurde unter anderem im Contidrom in Hannover, aber auch auf einer Bridgestone Teststecke in Italien.

Die Gesamtnote eines Reifens errechnet sich aus den einzelnen Bewertungsergebnissen. Sämtliche wichtige Kaufkriterien, wie das Verhalten auf trockener oder nasser Fahrbahn, der Verschleiß des Reifens und der Kraftstoffverbrauch wurden vom ADAC überprüft. Die Leistungen auf der nasser Fahrbahn machten 40% der Endbenotung aus. Die Laufleistung auf trockener Straße und der Verschleiß wurden jeweils mit 20% gewichtet. Was Geräuschemission und Rollwiderstand betrifft, so fielen diese Kategorien mit jeweils 10% ins Gewicht. Der sogenannte Schnelllauftest wurde im Endergebnis nicht berücksichtig, führte jedoch zu Abwertungen.

 

14 Zoll: Zweitmarken überzeugen

Die Dimension 175/65 R14 wurde mit einem Ford Fiesta getestet. Weder Reifen von Bridgstone, Hankook, noch Michelin befanden sich im Testaufgebot, da nach Wissensstand des ADAC neue Produkte in der Pipline waren. Die Testkandidaten:

Die Testergebnisse 

Die Testergebnisse sind überraschend: Nur zwei Reifen schaffen das Testurteil „gut“. Und dabei handelt es sich noch nicht einmal um sogenannte Premiummarken. Der Falken Sincera SN832 ist Testsieger. Der ADAC hält den Sommerreifen der europäischen Tochtergesellschaft von Sumitomo Rubber für äußerst ausgewogen. Er schneidet in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen, insbesondere auf trockener Fahrbahn, gut ab. Auf zweiter Position liegt der Reifen der Conti Tochter Semperit: der Semperit Comfort-Life 2. Er spielt seine Stärken auf nassem Untergrund aus und ist, laut ADAC-Test, ebenfalls ein Reifen frei von Schwächen.

Gefolgt werden die beiden Spitzenreiter von einem breiten Mitteilfeld (elf Reifen) mit der Gesamtnote „befriedigend“. Der Dunlop Street Response 2, dritter im Test, weist nur leichte Schwächen auf nasser Fahrbahn auf und verpasst dadurch knapp eine bessere Bewertung. Es folgen der Kleber Dynaxer HP3 und der Vredestein T-trac 2. Beide Reifen zeigen gute Eigenschaften auf trockener Fahrbahn und relativ geringe Verschleißwerte.

Der Apollo Amazer 4G Eco schneidet mit Bestnote beim Spritverbrauch ab und zeigt auch auf trockener Fahrbahn eine gute Leistung. Schwächen auf nasser Fahrbahn hindern den Apollo-Reifen allerdings an einer besseren Platzierung im Vergleichstest. Der Pirelli Cinturato P1 Verde und der Pneumant Summer ST2 zeigen ähnliche Stärken und Schwächen wie der Apollo. Alle drei Reifen erhalten vom ADAC die Gesamtnote 2,9.

Der Continental ContiPremiumContact 5 hat im Vergleich zu seinen Konkurrenzprodukten auf Nässe die Nase vorn (oder besser hinten). Auch auf trockener Fahrbahn besteht er die Tests gut. Lediglich der relativ hohe Verschleiß lassen ihn im Test Punkte einbüßen; was einer besseren Positionierung im Weg steht.

Gefolgt wird der ContiPremiumContact 5 vom Premiumprodukt Goodyear EfficientGrip Compact. Der Goodyear Sommerreifen zeigt sich relativ schwach auf nasser Fahrbahn, erhält aber Bestnoten beim Verschleiß, wie auch der Fulda EcoControl, der in der Gesamtwertung knapp hinter im liegt.

Der Firestone MultiHawk 2 erhält insbesondere für den hohen Spritverbrauch Punktabzüge, kann aber auf trockener Fahrbahn und hinsichtlich der geringen Innengeräusche überzeugen. Vorletzter und das trotz Bestwert auf trockener Fahrbahn! Durch die besondere Gewichtung der Kategorie „Nassleistung“, in der der Maxxis Mecotra 3 wenig überzeugt, bewertet der ADAC den Reifen gerade noch mit „befriedigend“.

Das Schlusslicht des Sommerreifentest in der 14er Dimension ist der Sava Perfecta. Er wird lediglich mit „ausreichend“ bewertet und verdankt die Platzierung seiner schwachen Leistungen auf nasser Fahrbahn, insbesondere beim Bremsen und Handling.

Klassement nach Gesamtnote:

Falken Sincera SN832 Ecorun

2,3

Semperit Comfort-Life 2

2,4

Dunlop Street Response 2

2,6

Kleber Dynaxer HP 3

2,8

Vredestein T-trac 2

2,8

Apollo Amazer 4G Eco

2,9

Pirelli Cinturato P1 Verde

2,9

Pneumant Summer ST2

2,9

Continental ContiPremiumContact 5

3,0

Goodyear EfficientGrip Compact

3,1

Fulda EcoControl

3,2

Firestone Multihawk 2

3,3

Maxxis Mecotra 3

3,4

Sava Perfecta

3,7

Hier geht es zu den ADAC Testergebnissen der Dimension 175/65 R14.

16 Zoll: einige Überraschungen und am Ende macht Michelin das Rennen

In der Dimension 205/55 R16 entschied sich der ADAC für 16 Sommerreifen. Als Testwagen diente der VW Golf VII. In der 16er Testgröße sind nun auch die Reifenhersteller Michelin, Bridgestone und Hankook vertreten. Die neusten Produkte von Michelin und Bridgestone waren zum Zeitpunkt des Tests allerdings noch nicht auf dem Markt. Folgende Reifen wurden vergleichen: 

Die Testergebnisse

Sechs Reifen erhalten vom ADAC das testurteil „gut“. Der Michelin Primacy 3, dessen Nachfolger Primacy 4 vor Kurzem auf den Markt gekommen ist, wird als Testsieger gefeiert. Er erhält die Bestnote beim Verschleißtest und zeigt sich besonders gut auf trockner und „noch gut“ auf nasser Fahrbahn.

Mit der Gesamtnote 2,3 schneiden der Bridgestone Turanza T001 Evo, der Continental ContiPremiumContact 5 und der Firestone Roadhawk ab. Das Nachfolgemodell des Bridgestone, der sich mit der Bestnote auf Nässe gut präsentiert, ist seit Beginn des Jahres auf dem Markt. Auch der Continental Reifen kann eine Bestnote einfahren: im Kraftstoffverbrauch. Der Firestone Roadhawk überzeugt wiederrum durch sehr ausgewogene Leistungen und guten Ergebnissen im Trockentest.

Das Trio wird dicht gefolgt vom Hankook Ventus Prime 3 K125, der mit Bestnote auf trockener Fahrbahn überzeugt und auch in den weiteren Tests sehr ausgewogen auftritt. Der Semperit Speed-Life 2 erhält die gleiche Gesamtnote.

Das Große Mittelfeld, mit der Gesamtnote „befriedigend“ wird vom ESA Tecar Spirit 5 HP, dem Kumho Ecsra HS51 und dem Pirelli Cinturato P7 Blue, jeweils mit der Testnote 2,6, angeführt. Trotz guter bis sehr guter Ergebnisse bei den Trockentests, schnitten der ESA- und der Pirelli-Reifen aufgrund der schwächeren Leistung bei Nässe in der Platzierung nicht besser ab. Der  Kumho Ecsta HS51 wiederrum sei im Vergleich zu den besten insgesamt schwächer auf trockener Fahrbahn, so der ADAC.

Der Fulda Ecocontrol HP verfügt über sehr gute Verschleißwerte, einen geringen Rollwiderstand und hohen Komfort, konnte die ADAC-Fahrer aber bei den Tests auf trockenem und nassem Asphalt nicht überzeugen.

Drei Reifen teilen sich die Gesamtnote 3,0: der Giti Premium H1, gut im Rollwiderstand aber mit Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn sowie hoher Verschleiß, der Goodyear EfficientGrip Performance, der trotz guter Ergebnisse bei trockenen Straßenverhältnissen und hinsichtlich des Rollwiderstands Defizite beim Verschleiß aufweist, und der Nexen N’blue HD Plus, der den höchsten Kraftstoffverbrauch der getesteten Reifen aufweist.

Der Cooper Zeon CS8 schneidet im großen Sommerreifentest gerade noch mit der Note „befriedigend“ ab. Insbesondere seine Performance im Trocken- und Nassverhalten sorgt für eine niedrige Platzierung.

Zwei Reifen erhalten vom ADAC die Gesamtnote „ausreichend“: der Infinity Ecosis und der Vredstein Sportrac 5. Der Infinity-Reifen weist Schwächen bei den Trocken- und Nasstests auf, fährt aber gute Werte beim Kraftstoffverbrauch ein. Ganz so wie der Vredestein Sportrac 5, der trotz seiner Langlebigkeit, Bestnote beim Spritverbrauch und besonders guter Performance auf trockener Fahrbahn, nicht über den letzten Platz hinauskommt. Beide Reifen wurden aufgrund nicht bestandenem ADAC Schnelllauftest (Normtest ECE R-30) im Klassement abgewertet.

Klassement nach Gesamtnote:

Michelin Primacy 3

2,1

Bridgestone Turanza T001 Evo

2,3

Continental ContiPremiumContact 5

2,3

Firestone Roadhawk

2,3

Hankook Ventus Prime 3 K125

2,4

Semperit Speed-Life 2

2,4

ESA Tecar Spirit 5 HP

2,6

Kumho Ecsta HS51

2,6

Pirelli Cinturato P7 Blue

2,6

Fulda Ecocontrol HP

2,9

Giti Premium H1

3,0

Goodyear EfficientGrip Performance

3,0

Nexen N’blue HD Plus

3,0

Cooper Zeon CS8

3,2

Infinity Ecosis

4,0

Vredestein Sportrac 5

4,0

Hier geht es zu den ADAC Testergebnissen der Dimension 205/55 R16.

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