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ADAC Ganzjahresreifentest: Ganzjahresreifen bleiben ein Kompromiss

Das Ergebnis des Ganzjahresreifentests für die Kleinwagenklasse ist überraschend. Angesicht der Nachfrage nach Allwetterreifen auf dem deutschen Automobilmarkt hat der ADAC zusammen mit dem Touring Club Schweiz neun 14-Zoll-Modelle auf trockenem und nassem Asphalt sowie auf Eis und Schnee getestet. Fazit: Ganzjahresreifen können einen Alternative sein, allerdings nur für bestimmte Autofahrertypen und bei geringen Temperaturunterschieden im Sommer und Winter.

Test Ganzjahresreifentest 2018 ADAC

Der ADAC vergleicht neun Ganzjahresreifen in 14 Zoll – keiner schafft das Testurteil gut. © ADAC

Der Test im Überblick

Ganzjahresreifen liegen im Trend. Insbesondere für Fahrer von Kleinst- und Kompaktfahrzeuge, die ihr Fahrzeug hauptsächlich im Stadtverkehr und für kürzere Fahrten verwenden sind Ganzjahresreifen eine Option um den periodischen Reifenwechsel zu umgehen. Der ADAC, zusammen mit dem Touring Club Schweiz (TCS), hat daher neun Ganzjahresreifen in der für Stadtautos gängigen Reifengröße 175/65 R14 ausgewählt:

Die Reifen wurden auf verschiedenen Oberflächen getestet. Die Haupttestkriterien entsprechen den Anforderungen an Winterreifen: „Trocken“, „Nass“,  „Schnee“, „Eis“„ Kraftstoffverbrauch“ und „Verschleiß“. In der Endnote führte dies zu unterschiedlichen Gewichtungen: trockene Fahrbahn (15%), nasse Fahrbahn (30%), Schnee (20 %), Glatteis (10%). Die restliche Note setzt sich zusammen aus dem Abrollgeräusch (5%), dem Rollwiderstand (10%) und der Laufleistung (10%).

Fünf Reifen nur „ausreichend“

In den vergangenen Jahren hat der ADAC bereits regelmäßig Ganzjahresreifen auf den Prüfstand gestellt. Die Ausgewogenheit der vermeintlichen „Alleskönner“ konnte hierbei nicht immer bestätigt werden. Im letzten Test 2016 wurde zweimal die Note „mangelhaft“ vergeben. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Klar ist, an Ganzjahresreifen wird die Erwartung gestellt, ganzjährig sichere Fahreigenschaften zu bieten. Dass diese Erwartung nicht immer erfüllt wird, zeigt der vorliegende Vergleich. Im Allgemeinen erhalten Testsieger nicht selten die Gesamtnote „sehr gut“ bis „gut“, im ADAC Ganzjahresreifentest ist „befriedigend“ die Bestnote und fünf der Reifen erhalten sogar nur die Gesamtnote „ausreichend“.

Die Einzelbetrachtung:

Beginnen wir mit dem Michelin CrossClimate, dessen neue Version Michelin CrossClimate + in der getesteten Größe nicht erhältlich ist. Der CrossClimate erhält die Bestnote beim Verschleiß und zeigt sich relativ gut auf trockener und vereister Fahrbahn. Auf Schnee weist er jedoch zu viele Schwachpunkte auf, was zur Abwertung führt.

Der Hankook Kinergy 4S H740 zeigt laut ADAC einen geringen Kraftstoffverbrauch und relativ geringen Verschleiß. Auch bei Glätte fährt er ein gutes Ergebnis ein,  aber auf schneebedeckter, trockener und nasser Fahrbahn zeigt er deutliche Schwächen. Die schlechte Performance auf Schnee kostet dem Hankook Reifen eine bessere Platzierung.

Der Vredestein Quatrac 5 erzielt im Vergleichstest auf trockener Fahrbahn das beste Ergebnis. Er weist einen sehr geringen Spritverbrauch sowie gute Verschleißwerte auf. Bei gefrierendem Regen zeigt er ein sicheres Fahrverhalten. Beim Bremsen, Anfahren und Handling auf Schnee bescheinigen die Tester dem Vredestein Reifen allerdings deutliche Schwächen, was zur Abwertung führt.

Der Maxxis AllSeason AP2 kann in den Hauptkategorien wenige Punkte einfahren. Die Schwächen zeigen sich insbesondere auf schneebedeckter und trockener Fahrbahn. Die nur ausreichende Leistung auf Schnee führt auch beim Maxxis zur Abwertung im Gesamtklassement.

Der Firestone Multiseason erhält die schlechtesten Noten auf trockener und nasser Fahrbahn, kann jedoch aufgrund seiner Leistung auf Schnee und Eis Plätze gut machen. Er weist einen geringen Verschleiß und Rollwiderstand auf. Auffallend ist sein lautes Abrollgeräusch.

Vier Reifen mit „befriedigend“ und damit empfehlenswert

Vier der getesteten Allwetterreifen erhalten vom ADAC die Gesamtnote „befriedigend“. Die Problematik der Ganzjahresreifen zeigt sich in der Konkurrenz mit den Spezialreifen „Sommer“ und „Winter“. Allrounder mit guten Wintereigenschaften kommen auf dem Trockenen nicht an die Performance von Sommerreifen heran. Ist der Ganzjahresreifen eher als Sommerreifen angelegt, kann er wiederum bei winterlichen Straßenverhältnissen selten überzeugen. Um Fahrsituationen bei widrigen oder extremen Wetter- und Straßenbedingungen souverän zu beherrschen rät der ADAC daher zur Wahl der Spezialisten.

Als empfehlenswert stuft der ADAC folgende Reifen ein:

Der Nokian Weatherproof erhält die Bestnote auf Schnee und überzeugt auch durch relativ geringen Verschleiß. Auch auf Nässe kann der Nokian Reifen insbesondere bei Aquaplaning punkten. Schwäche zeigt er auf trockener Fahrbahn.

Der Goodyear Vector 4Seasons Gen-2 ist im Vergleich der beste Reifen auf nasser Fahrbahn. Außerdem erzielt er sehr gute Verschleißwerte und zeigt einen geringen Rollwiderstand, weist jedoch auf trockener Fahrbahn große Schwächen auf, die zur Abwertung der Gesamtnote führen.

Der Continental AllSeasonContact ist ein Neuling auf dem Ganzjahresreifen-Markt (Markteinführung 2017) und bietet in dieser Hinsicht eine beeindruckend ausgewogene Leistungen. Gute Reifeneigenschaften auf Nässe, Schnee und Glatteis sowie der sehr geringe Kraftstoffverbrauch machen den Continental Reifen zu einer guten Alternative. Deutliche Schwächen auf trockener Fahrbahn, fordern allerdings eine zurückhaltende Fahrweise.

Der Nexen N'Blue 4Season ist Testsieger in dieser Reifengröße. Trotz kleiner Schwächen auf Schnee und trockener Fahrbahn, erhält der koreanische Reifen die Bestnote auf Glatteis und überzeugt die Tester auf nasser Fahrbahn.

Reifen

Gesamtnote

Nexen N’Blue 4Season

2,7

Continental AllSeasonContact

3,0

Goodyear Vector 4Seasons Gen-2

3,3

Nokian Weatherproof

3,4

Firestone Multiseason

3,7

Maxxis AllSeason AP2

3,7

Vredestein Quatrac 5

3,7

Hankook Kinergy 4S H740

3,9

Michelin CrossClimate

3,9

Hier geht es zum Video des ADAC Ganzjahresreifentest:

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